Zentrum für Urologische Tumorerkrankungen e.V. 
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Prostata

Anatomie der Prostata

Die Prostata, aufgrund ihrer anatomischen Lage auch Vorsteherdrüse genannt, befindet sich unterhalb der Harnblase und umschließt ringförmig die Harnröhre, Die wesentliche Aufgabe der Prostata-Drüse ist die Produktion eines Sekrets, das den Spermien ihre Beweglichkeit ermöglicht. Innerhalb der Prostata münden die Samenleiter in die Harnröhre (Verbindung vom Produktionsort der Spermien im Hoden zur Harnröhre).

Gutartige Prostataveränderungen

Beim erwachsenen Mann ist die Prostatadrüse zunächst etwa kastaniengroß und wiegt 15 bis 20 Gramm. Ab dem 40. bis 50. Lebensjahr kann sich bei einigen Patienten das Gewebe jedoch zunehmend vergrößern. Dies ist ein ganz normaler, hormongesteuerter Alterungsprozess, von dem viele Millionen Männer betroffen sind. Die Medizin bezeichnet diese gutartige Veränderung als benigne Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung).

Bösartige Prostataveränderungen

Prostatakrebs, die bösartige Form der Prostatavergrößerung, geht von Zellen aus, deren Erbgut verändert wurde. Diese besitzen, wie jede gesunde Zelle, die Fähigkeit, sich durch Teilung zu erneuern. Dabei geben sie ihren fehlerhaften Gencode and die neu entstandenen Zellen weiter. Ein bösartiger Tumor entsteht erst dann, wenn dieser Teilungsprozess plötzlich unkontrolliert voranschreitet. So wächst über einen mehr oder weniger langen Zeitraum eine Anhäufung bösartiger Zellen heran, das Prostatakarzinom.

Die genauen Ursachen dieses Vorgangs sind bis heute nicht geklärt. Als einer der seltenen gesicherten Faktoren für die Entstehung des Prostatakarzinoms gilt die genetische Veranlagung. Statistiken besagen, dass sich das Krebsrisiko erhöht, wenn im Kreis der Blutsverwandten (Vater, Brüder) Prostatakarzinome aufgetreten sind. Daher sollten sich männliche Familienangehörige von Patienten mit einem Prostatakarzinom früher als üblicherweise empfohlen einer Vorsorge unterziehen. Darüber hinaus spielen auch die Hormone eine Rolle. So wie Östrogene das Wachstum des Brustkrebs fördern, begünstigen männliche Geschlechtshormone (Testosteron) das Prostatakarzinom. Als weiterer Einflussfaktor werden bioaktive Substanzen gesehen, jedoch ist deren Zusammenwirken noch nicht vollständig geklärt.

Informationsmaterial

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